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Warum haben Sprinter, Marathonläufer, Tennisspieler und Ballerinas einen ganz anderen Körperbau?



Das liegt nicht nur an den Genen, sondern auch an der Anpassungsfähigkeit des Organismus.


Der menschliche Organismus

Der menschliche Organismus ist eine intelligente zusammenwirkende Einheit die stets versucht sich den Inputs, die man ihm gibt, anzupassen, so dass, wir unsere Leistung optimieren können. Für jedes Training oder Sportart gibt es ein optimales Bewegungsmuster in das der gesamte Organismus involviert ist. Je nach dem, ob man Gewichte stemmt, läuft, tanzt oder springt, trainiert man seinen Körper nach dem Muster, welches für die Bewältigung dieser Sportart verlangt wird. Der Körper passt sich an z. B. durch Zunahme von Kraft, Geschicklichkeit, Koordinationsvermögen, Flexibilität, Ausdauer oder durch Veränderung des gesamten Körperbaus. In diesem Prozess gibt es verschiedene Gesetzmäßigkeiten. Wenn man sich dem Bewusst ist, dann kann man dieses Wissen ins Training integrieren. Wenn nicht, dann trainiert man falsch oder kontraproduktiv und merkt erst, dass etwas nicht richtig läuft, wenn bestimmte Symptome bzw. Verletzungen auftreten. Eines dieser Gesetze ist, dass immer wenn ein Körperbereich die Möglichkeit nicht bekommt sich optimal zu bewegen, wir diese Bewegung irgendwo anders im Körper verlagern.

Beim Laufen ist es z.B.: wichtig, dass die Hüfte und die Brustwirbelsäule die Möglichkeit bekommen sich aktiv mitzubewegen. Wenn die Hüfte steif ist und sich nicht locker mitbewegen kann, werden Knie und Sprunggelenkt fehlbelastet, weil sie die Bewegung aus der Hüfte übernehmen müssen. Wenn sich die Brustwirbelsäule nicht aktiv mitbewegt, dann wird die Bewegung auf den Schultergürtel übertragen. Letztendlich sind Knie, Sprunggelenk und Schultern verletzungsanfällig, nicht weil sie sich zu wenig, sondern zu viel bewegen.